Jugend für Dora e.V.

 



 

Workcamps

August 2009

13. Internationales Workcamp

Unter der Thematik "Ankunft im KZ" entstanden Gipsplatten, auf denen die TeilnehmerInnen ihre Assoziationen zu diesem Thema einprägten. Die Gipsplatten lagen drei Monate im Eingangsbereich der Gedenkstätte neben dem symbolisch für die Ankunft stehenden Eisenbahnwaggon aus und wurden später im Eingangsbereich des Nordhäuser Rathauses ausgestellt.

September 2008

12. Internationales Workcamp

Kooperationsprojekt mit der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Sichtbarmachung eines Barackenstandorts im ehemaligen Häftlingslager: Um Gedenkstättenbesuchern Standorte und Ausmaße von Unterkunftsbaracken des Häftlingslagers des KZ Mittelbau-Dora besser zu verdeutlichen, machten die Workcampteilnehmer im August 2008 einen der Barackenstandorte sichtbar und realisierten damit ein wichtiges Teilprojekt im Rahmen der Neugestaltung des Außengeländes der KZ-Gedenkstätte. Dazu entfernten sie zunächst den üppigen Bewuchs und legten anschließend Fundamentreste, Treppe und Eingang der Baracke frei. Rund um den Barackengrundriß errichteten die 18 jungen Erwachsenen, die dieses Jahr aus Russland, Rumänien, Italien, Frankreich und Deutschland kamen, eine 1-m-hohe Mauer und strichen zur Verdeutlichung der Barackenhöhe die auf auf dem Standort wachsenden Bäume bis zur Traufhöhe des ehemaligen Gebäudes mit weißer Farbe.

Bericht zum Kooperationsprojekt

August/September 2007

11. Internationales Workcamp in Nordhausen

Filmprojekt "Demokratie und Migration"
Bei diesem Workcamp interessierte die Teilnehmer, wie eine demokratische Gesellschaft mit vermeintlich "Fremden" umgehen sollte und welche Vorstellungen es über Demokratie in der einheimischen Bevölkerung gibt. Zu diesem Zweck wurden Nordhäuser nach ihren Vorstellungen zu Demokratie, demokratischen Werten und Migration befragt, Asylbewerber besucht und ihr Schicksal mit einer filmischen Dokumentation öffentlich gemacht. Diese wurde vor ca. 70 Besuchern im Eine-Welt-Laden Nordhausen gezeigt. Die Teilnehmer kamen aus Russland, Italien und Deutschland.

August 2006

10. Internationales Workcamp in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Ausstellung über Besucher der Gedenkstätte
Die Workcampteilnehmer fertigten Fotos, Skulpturen, Zeichnungen und Texte, die sich mit Fragen auseinander setzten, wie: Warum und von wo kommen Besucher? Was denken und fühlen sie während ihres Besuchs? Nach der Fertigstellung wurden die Ergebnisse im Rahmen einer kleinen Ausstellung in der Gedenkstätte präsentiert. Diesmal kamen die Teilnehmer aus Albanien, Kolumbien, Italien und Deutschland.

August 2005

9. Internationales Workcamp in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Theaterprojekt mit Marco Pejerolo, einem italienischen Theaterregisseur, über die Reaktionen von Menschen auf die Geschichte der Konzentrationslager. Wie verhalten wir uns vom Zustand der Unwissenheit bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir vom "Horror" der Konzentrationslager erfahren und ihn erkennen? Wie verarbeiten wir dies und wie können wir das, was dabei mit uns passiert, ausdrücken? Dieser Prozess wurde zum Abschluss des Workcamps in einem Theaterstück in der Gedenkstätte dargestellt. Die Teilnehmer waren 2005 aus Italien, Rumänien, Frankreich und Deutschland.

August 2004

Das Workcamp fiel aufgrund fehlender finanzieller Unterstützung aus.

August 2003

8. Internationales Workcamp in Nordhausen

LeidFaden - ein Wegzeichnungsprojekt
Ausgehend von belebten Plätzen der Stadtmitte Nordhausens wurden Wege bis zum Ehrenfriedhof markiert. Auf dem Ehrenfriedhof wurden 1945 die durch Entkräftung und Bombenangriffe getöteten KZ-Häftlinge des Außenlagers Boelcke-Kaserne beigesetzt. Ziel des Projekts war es, durch die Linien, die mit Namen und Zitaten ehemaliger KZ-Häflinge und ihrer Befreier versehen wurden, in der Stadt Aufmerksamkeit zu erregen und mit Einwohnern und Besuchern über das Projekt und die historischen Ereignisse ins Gespräch zu kommen.
Die Teilnehmer kamen aus Polen, Rumänien, Italien und Deutschland.

August 2002

7. Internationales Workcamp in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Installationen mit Hinweisen auf ehemalige Außenlager bzw. Arbeitskommandos entlang der Bahnstrecke Nordhausen-Ellrich
Der Bahnstrecke Nordhausen-Elrich folgend stellten wir fünf Installationen auf, die auf Orte ehemaliger Außenlager oder Baustellen, auf denen KZ-Häftlinge zu Schwerstarbeit gezwungen wurden, verwiesen. Auf diese Weise wollten wir die räumliche Dichte der Orte des Leidens und Sterbens und deren unmittelbare Nähe zur Zivilbevölkerung aufzeigen. Die Teilnehmer kamen aus Polen, Italien und Deutschland.

August 2001

6. Internationales Workcamp in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Bergung und Bearbeitung von Fundstücken des Lagergeländes
Anknüpfend an das Projekt vom Jahr zuvor, inventarisierten wir Fundstücke aus dem Gebiet der 56 Unterkunftsbarracken des ehemaligen Häftlingslagers. Die Fundstücke wurden gesäubert, registriert und ausgestellt.

August 2000

5. Internationales Workcamp in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Freilegung von 56 Unterkunftsbaracken im ehemaligen Hauptlager Mittelbau-Dora und Kennzeichnung mit kleinen Mauern aus 15-20 Backsteinen, die jeweils mit der ursprünglichen Blocknummer versehen wurden. Parallel dazu erstellten wir eine Broschüre mit einem Plan aller lokalisierter Baracken, denen Zitate aus Erlebnisberichten ehemaliger Häftlinge aus dem Archiv der Gedenkstätte zugeordnet werden konnten. Die Workcampteilnehmer kamen aus Polen, Italien, Belgien, der Tschechischen Republik und Deutschland.

August 1999

4. Internationales Workcamp in Frankreich

Dieses Workcamp führte uns zu Orten der Zwangsarbeit in Nordfrankreich, zu den deutschen Raketenabschussanlagen des Zweiten Weltkrieges, La Coupole/ St. Omer, Eperlec und Mimoyeceque - die heute Museen sind - und in die Normandie, an die Strände, an denen die Alliierten landeten sowie schließlich nach Paris. Wir trafen Überlebende aus Konzentrationslagern und Repräsentanten des französischen Verbandes ehemaliger KZ-Häftinge und des Comité europeen sowie ehemalige Widerstandskämpfer. Die Teilnehmer waren Franzosen, Belgier, Niederländer, Polen und Deutsche.

August 1998

3. Internationales Workcamp in Ellrich

Freilegung von Gebäuderesten auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers Ellrich-Juliushütte
Das erste Mal, das sich die Aktivitäten eines Workcamps auf ein Außenlager richteten. Im Mittelpunkt der Arbeit standen die Freilegung von Gebäuderesten, Vermessung und Kartierung sowie begleitend Informationsaneignung über diesen Ort. Die Teilnehmer fertigten eine Fotodokumentation von Fundstücken, einem Wachturm und einer Häftlingsbaracke an. Gleichzeitig wurden Interviews mit ehemaligen Häftlingen geführt. Die Workcampteilnehmer kamen aus der Tschechischen Republik, Belgien, den Niederlanden, Polen, Frankreich und Deutschland.

August 1997

2. Internationales Workcamp in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Sichtbarmachen der Lagerzauntrasse und Freilegung der Effektenkammer des ehemaligen Hauptlagers
Ein Teil der ehemalige Elektrozauntrasse, die das gesamte Lager einzäunte, wurde durch Bewuchsbeseitigung und Ausgleich von Geländeunebenheiten für Besucher begehbar gemacht und durch ein aufgestelltes Schild erläutert. Auf diese Weise sollte die Größe des Lagers besser sichtbar gemacht werden. Neben den Pflegearbeiten wurden Gespräche mit ehemaligen Häftlingen geführt und Erinnerungsberichte übersetzt, außerdem Fundstücke geborgen und die Überreste der ehemaligen Effektenkammer vermessen. Die Teilnehmer kamen aus Belgien, den Niederlanden, Polen, Deutschland und der Ukraine.

Juli 1996

1. Internationales Workcamp in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Freilegung des Arrestzellenbaus auf dem Gelände des ehemaligen KZ Mittelbau-Dora
Neben der Projektarbeit (vollständiges Freilegen des Arrestzellenbaus, Pflege des Aschegrabes, Anlegen eines Weges, der an das Fundament einer Häftlingsbaracke führt) nahmen die Teilnehmer an Vorträgen zur Geschichte des KZ teil, führten Gespräche mit ehemaligen Häftlingen, veranstalteten eine Podiumsdiskussion zur "Rolle der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora für die Kultur- und Jugendarbeit der Stadt und des Landkreises Nordhausen" und unternahmen Ausflüge zu Außenlagern (Heimkehle, Ellrich, Harzungen, Stempeda). Die Teilnehmer waren vor allem Belgier und Jugendliche aus der Region Südharz.


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